Frostmaris

Maris ist ein Wesen, welches aus der reinen Energie des unendlichen Kosmos entstanden ist. Als die gewaltigen Kräfte des Lichtes auf die ersten Energieladungen der Spiralarme des Urchaos im ulthonischen Krieg trafen, führte dies zu einer abrupten Kältewelle, die sich weit über viele System erstreckte und ganze Welten in reine flammende Kristall oder eisigem Feuer wandelte. Auf einem dieser Welten lebte eine Halbgöttin, die sich noch nicht in eine körperliche Form manifestiert hatte. Als die Wellen des Eisfeuers ihre göttliche Essenz erfassten und ihre Welt in einem Meer aus eisigem Feuer verschlang, wurde ihre eigene Essenz davon erfüllt und verfestigte sich in einem menschengleichen Wesen.

Dieses Wesen war zutiefst erschüttert von der Vernichtung, die es umgab. Da das Eisfeuer alles Leben auf ihrer Welt zerstörte und erstarren lies in reinen Kristallen, die bei der kleinsten Erschütterung unwiederbringlich in tausenden Scherben zerfielen. So verbitterte ihr reines Herz und wurde ebenfalls zu einem reinen Kristall aus Eis, um welches sachte kleine weiß-blaue Flammen loderten.

Dieses Herz riss sich Frostmaris aus der Brust und warf es weit in den Kosmos, in der Hoffnung ihre Bitterkeit loszuwerden und so ihre Welt zu erneuern. Es war ein verzweifelter selbstloser Akt der letzten Hoffnung auf eine Auferstehung. Doch es half nicht. Das Herz reiste weit und geriet auf seinem Weg in die Wirbel des Urchaos. Dort verdunkelte es und wurde zu einem schwarzen Kristallherzen, welches erneut hinausgeschleudert wurde und auf die Dark World fiel. Dort war das Herz lange Zeit tief in dem nördlichen Erdreich verborgen. Über ihm erstreckt sich nun die eisige Grenze der Chaoswüste.

Frostmaris weinte bittere Kristalltränen für mehr als ein Jahrhundert und ihre Trauer wurde erhört, von Voltan. Dieser kam zu ihr, nahm sie bei sich auf und umsorgte sie wie sein eigen Fleisch und Blut.

So entstand eine feste Bindung zwischen dem Herren der Unterwelt und der Halbgöttin des Eisfeuers. Frostmaris stieg in den Rang einer dämonischen Kriegsfürstin auf und befehligte einen Großteil der Streitmacht des Voltans. Doch hat sie nie aufgehört die Welten, auf welchen sie schreitet nach ihrem kristallenen Herzen zu durchsuchen, damit sie es sich wieder in die Brust setzen kann.

Auf der Dark World wurde Forstmaris, dank eines Sterblichen, letztlich fündig und erlangte somit wieder ihre Vollständigkeit und ihr mitfühlendes Wesen. Sie brach die Bande zu Voltan ab und stellte ihn und Ulthor zur Rede für den ulthonischen Krieg, welcher Auslöser für die Vernichtung und das Leid ihrer Welt und ihr selbst war. Diese baten Frostmaris um Vergebung, welche sie ihnen auch gab und Frostmaris wurde zur freien Eiskönigin. Sie bildete mit einigen treuen Anhängern ihr eigenes Reich auf der Dark World und stritt mit diesen für eine bessere und freie Zukunft der Barmherzigkeit.

Als die Nemephin aus den Reihen der ALTEN den Urgott Vrakaz vergiftet hatten, mit welchem Frostmaris ein freundschaftliches Bündnis seit vielen Jahren pflegte, da erfüllte das Mitleid ihr flammendes Herz so stark, dass sie sich zur Rettung des Vrakaz opferte und ihre sterbliche Hülle aufgab. Große Trauer brach unter ihren Anhängern aus, aber auch viele alte und junge Götter konnten sich dem nicht entziehen und ließen Tränen fallen. Selbst der Gott des Chaos und die alte Rivalin Arachne teilten diesen Moment der Aufopferung und Trauer.

Die Essenz der Frostmaris kehrte ins Reich der Götter ein und ein Teil ihrer göttlichen Fähigkeit ging auf den geretteten Vrakaz über. Er verkörpert nun leibhaftig die Aspekte der Frostmaris und hält ihr Andenken für die Anhängerin der Eiskönigin aufrecht. Vielleicht wird es ihm eines Tages möglich sein eine neue Manifestation der Frostmaris zu formen, auf das ihre Essenz zu ihrem neuen Volke zurückkehren kann, den auch als Urgott kann Vrakaz nicht auf ewig die Essenz zweier Gottheiten in seiner sterblichen Hüllen bergen ohne Schaden dabei zu erleiden. Er muss die Essenz der Frostmaris an eine neue Hülle weitergeben, damit ihr Andenken weiter bestehen kann.

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