Horus

Horus ist der Urgott der Richtbarkeit. Er ist mit Voltan und Ulthor der erste Gott gewesen, welcher durch die Urelemente nach der Verbannung der ALTEN erschaffen wurde und sich körperlich manifestierte. Seine Aufgabe ist die neutrale Richtbarkeit über alles und jeden. Er ist Richter und Henker zur gleichen Zeit und seinem Urteil müssen sich auch alle niederen Götter und Wesen beugen. Doch er ist auch der bedachteste Gott, welcher je existiert hatte und so wiegt er jedes Wesen an seinen taten und bewertet es stets neutral, egal, welcher Abstammung und welchem Antrieb es folgt.

Auf Horus wog damit eine schwere Last, war er doch derjenige, der den obersten Sitz alle Götter innehielt. Doch er sah sich nie als den alleinigen Herrscher an, sondern mehr als Verwalter der neuen Existenz. Und sein Urteil war stets fair und unbeeinflusst. Ein jeder erkannte das Urteil des Horus an, da es auf dem eigenen frei gewählten Schicksal lag. Um sich von seiner Last etwas zu erleichtern bat Horus die Urelemente der Schöpfung um ein göttliches Kind, welches er aufwachsen sehen konnte und welches er in seine fürsorgliche und elterliche Obhut und Erziehung nehmen konnte. Dem Wunsch kamen die Urelemente nach und so bekam Horus eine Tochter, welche er Nemesis nannte.

Horus erzog Nemesis nach seinem Vorbild. Jedoch merkte er früh, dass Nemesis auch eine gewisse Verbundenheit zu dem Element des Wassers hatte und zu allen Geschöpfen aus und in diesem. So stellte er das Urelement Aquares zur Rede und dieses beichtet Horus, dass die Schöpfung Nemesis zum großen Teil aus den Elementaren Mächte seiner Essenz entstanden war. Dies verunsicherte Horus, wollte er doch eine ausgewogene Schöpfung aus allen Urelementen haben, wußt er doch um den Hang und Drang zur Einseitigkeit, sollte ein Aspekt überwiegen. Doch nun war es zu spät und die Liebe, die Horus für Nemesis empfand war nicht mehr zu bändigen. So führte er sein Kind in die Kunst der neutralen Richtbarkeit ein. Horus merkte als bald, dass Nemesis immer mal wieder dem Zorn verfiel, wenn sie der Annahme von Ungerechtigkeit entgegenstand oder nicht das erhielt, was sie wollte. Dann verfiel sie in Jähzorn, wie es viele Kinder in ihrer trotzigen Entwicklungsphase machen. Er führte dies auch auf die ungestüme Art der See u d Fluten hin, die das Urelement Aquares in Nemesis gebunden hatte.

Als Horus mit Ulthor in den Krieg gegen Voltan zog, da sich dieser dem gerechten Urteil entziehen wollte und die göttliche Welt nach seinen Ansichten formen wollte, da gab er Nemesis in die Obhut von Aquares zurück. Dieser stellte dem göttlichen Kind ein anderes göttliches Kind namens Aidos zur Seite, damit die beiden jemanden hatten, mit welchem sie spielen und heranwachsen konnten. Horus sollte jedoch nie wieder aus dem ulthonischen Krieg zurückkehr und seine Tochter Nemesis in die Arme nehmen. Er verschwand einfach während des Krieges und niemand wußte was geschehen war. Horus gilt seither als verschollen und es gibt Gerüchte, dass das Urchaos, was durch den Krieg entstanden war, mit dem Verschwinden von Horus zu tun habe.

Somit gab es keinen göttlichen Richter mehr in den Reihen der Götter und die erste Götterwelt Weltenglanz ging mit dem Krieg und dem Verlust vieler Götter und Sterblicher unter.

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